Brief an OB Helmut Reitermann

http://www.zak.de/artikel/details/319107/Balingen-Offener-Brief-an-Balingens-OB-Helmut-Reitermann-Tiere-gehoeren-zum-Zirkus

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Tierschützer klagen gegen Circus Krone

http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/villingen-schwenningen/Tierschuetzer-klagen-gegen-Circus-Krone;art372541,8744769

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Interview mit Rebecca Siemoneit-Barum

http://www.dsbev.de/aktuelles/meldungen/meldung/wunderschoene-und-gepflegte-pferde-in-schmuckvollen-reitbahnen-waren-und-sind-ein-highlight-auf-jedem-volksfest/

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Eine kleine Circusstadt gastiert in Hilzingen

http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/

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Kein Wildtierverbot in Wuppertal

http://www.wz.de/wuppertal/die-manege-bleibt-frei-fuer-die-wilden-tiere-1.2169543

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Absolut lesenswert

Sind Elefant, Löwe und Co. im Zirkus noch “Wildtiere”*) ?

 

(Eine unpolitische Klarstellung von Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock)

 

Eine breite, wenig aufgeklärte Öffentlichkeit fordert in Deutschland die Abschaffung von Elefant und Löwen als vermeintliche Vertreter der wilden Tierwelt in den Zirkussen! Das haben sich vor allem auch propagandistisch die „Grünen“ und  andere „ökologische“ Parteigänger auf die Aktionsfahnen geschrieben. Militante „Tierschützer“ –oftmals nicht besonders profunde Kenner des Tierreichs und seiner Artenvielfalt- fordern sogar die „Befreiung“ aller Tiere aus dem „Gefängnis Zirkusarena“!

Zur sachlichen Aufklärung über mangelndes Verständnis von besorgten Tierfreunden über die Haltung von Zirkustieren sind zunächst  die Amtstierärzte als politisch neutrale Fachbeamte aufgerufen, weil sie im Vollzug tierschutzrechtlicher Bestimmungen  zuständig sind.

 

Als Frankfurter Amtstierarzt war ich 1987 zufällig während einer Tierschutzkontrolle Zeuge, als der große Veterinär, Zoodirektor, Tier- und Umweltforscher Professor Bernhard Grzimek während des Besuchs einer seiner beliebten Zirkuswelten bei „Krone“ verstorben ist. Der weltberühmteste und erfolgreichste Tierarzt  würde sich im Grabe umdrehen, wenn seine Zoo- und Zirkustiere jemand ihm gegenüber – dem Afrikafroscher- noch irreführend als „Wildtiere“ bezeichnet! Er hat schon früher festgestellt, daß „wilde Tiere“ alleine in der Natur Freilebende sind, die n i c h t von Menschenhand gezüchtet, gefüttert, gepflegt und ausgebildet wurden

.Unsere  Zirkustiere, und auch die allermeisten Zootiere, entstammen -nicht nur wegen des Washingtoner Artenschutz-Abkommens von 1973-  allesamt seit Generationen schon Nachzuchten in menschlicher Obhut. Und sind damit nicht mehr „wild“, sondern in erheblichem Maße schon domestiziert!!  Sie haben i.d.R. im Zirkus ihre Herkunft aus überzähligen Zootierzuchten, die sonst im Einzelfall sogar ausgemerzt (eingeschläfert)  werden müssten, wenn in anderen Tiergärten für die reproduktionsfreudige Art in „Gefangenschaft“ kein aktueller Bedarf besteht. Es ist dann ein Überlebens-Glück, wenn sie  schon in der frühen Prägungsphase  an Tierlehrer (Dompteure) in den Zirkusbetrieb abgegeben, von dessen Hand aufgezogen und für eine bestimmte Schau-Nummer ausgebildet werden können. Dabei wird  den zerebral hoch entwickelten Säugetieren das Lernvermögen durch behutsame Konditionierung an bestimmte Bewegungs-Aufgaben, -die natürlichen Verhaltensmustern und der vorgegeben Motorik entsprechen-, ausgenutzt und gefördert.

So wird der Dompteur vertrauensvoll und dominant zum Alpha-Tier der vierbeinigen Compagnie, wie Konrad Lorenz das schon in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sogar mit Vögeln –seinen berühmten Graugänsen- demonstrieren konnte. Für diese, und andere vergleichende Verhaltensforschungen hatte er immerhin 1972 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie bekommen

 Weil in der Zoo- und Zirkus-Haltung die  „verhaustierlichten“ (Zit. K. Lorenz)  Elefanten und Löwen von der aufwendigen,  alltäglichen Futtersuche resp. des Beutejagens, durch die Tierhalter befreit und entlastet sind, müssen sie auch nicht mehr  „gehalten“ werden, wie im weitläufigen Lebensraum der afrikanischen Savanne.  Den haben sie ja niemals kennengelernt, und konnten demgemäß auch gar nicht mehr in ihrem ursprünglichen „Wildtier“-Verhalten  durch die Elterntiere geschult werden!

Entsprechend sind Zoo- und Zirkustiere i.d.R. auch gar nicht mehr auszuwildern und im Freien überlebensfähig, wenn man das nach der Prägung auf, und Fürsorgezeit durch Menschen, anstellen wollte. Das gelingt nur bei ausgesprochenen Einzelgängern, falls man für die noch ein mit Artgenossen unbesetztes Territorium (Habitat) in der freien Natur vorfindet, wie z.B. mit einem Nashorn aus dem Frankfurter Zoo, das in den 1990er Jahren nach Ostafrika geflogen und ausgesetzt worden ist. Leichter geschieht das natürlich mit einer reproduktionsfähigen  Herde  von Weidetieren, wie Equiden oder Antilopen, wenn die vor der Wiederansiedlung in ihrer Ursprungsheimat schon auf ausschließlich selbständige Futtersuche konditioniert wurden. So ist das ja erfolgreich geschehen mit den Zoo-Przewalski-Pferden.aus dem Münchner Tiergarten Hellabrunn  durch Professor Wiesner in die mongolische Steppe, oder den Mohr-Gazellen aus dem Frankfurter Zoo in das marokkanische Atlasgebirge. Mit den in menschlicher Obhut nachgeborenen und verwöhnten Zirkustieren Elefanten und Löwen gelingt die rückwärtige Prägung vom Verhaustierlichten zum freilebenden, unabhängigen „Wildtier“ normalerweise nicht, weil sie dort i.d.R. keinen „Familien“ (Herden).Anschluß bei den eingeborenen Artgenossen finden.

Solange Säugetieren hochentwickelter Spezies, die keine Wildfänge (!) sind, sondern aus Nachzuchten stammen, ihr täglicher Lebensbedarf im künstlichen Biotop/ Habitat des Menschen, -in das sie hineingeboren wurden-,  gesichert ist, und dabei tierärztlich-objektiv die Gesundheit  gewährleistet wird, sowie keine Verhaltens-Auffälligkeiten durch Langeweile entstehen können, und die Ausbildung durch Tierlehrer nicht „quälerisch“ (d.h. art- und verhaltensgemäß) durchgeführt wird, liegt kein Tierschutz-Verstoß vor!  Zu dieser objektiven und unideologischen Beurteilung sollten insbesondere Amtstierärzte berufen und befähigt sein!

Nur Tierschutz-Laien sehen z.B. den „Kopfstand“ eines Zirkus-Elefanten als dressierten Unsinn an, weil sie nicht wissen, dass die sensiblen Dickhäuter genau den können müssen, wenn sie in der Trockenzeit mit dem Elfenbein im versiegenden Flussbett nach Tränkewasser graben wollen. Ähnliche anthropozentrische Fehlbeurteilung ist es immer noch, unsere seit Jahrtausenden durch Menschen domestizierten Reit-Pferde primär als „Fluchttiere“ zu deklarieren. Sie können natürlich, -wie alle erschreckten Lebewesen-, sich vom Furchtauslösenden abwenden und als hervorragende Lauftiere  „die Flucht“ ergreifen.

Dass wir bestimmte Exoten –wie undressierbare Reptilien- im Wanderzirkus nicht menagerieähnlich zur bloßen Schau stellen sollen, ist dabei für jeden Tierfreund unbestritten. Dafür kann in der Zirkuswelt den zerebral hochentwickelten, verhaustierlichten Säugetieren (cave: Wildtieren!) in menschlicher Obhut durchaus artgemäße Beschäftigung geboten, sowie zircensische Leistungen zur Erhaltung der körperlichen „fitness“ und Verhaltens-Ausgeglichenheit abverlangt werden!  Ansonsten würden sie sich der Hand und Stimme des Tierlehrers widersetzen oder verweigern.

Ein zoologisch und ethologisch ausgebildeter Dompteur wird seinen anspruchsvollen Schützlingen mit „Wildtier“-Phylogenese – aber „Haustier“- Ontogenese (!), immer nur körperliche Leistungen abverlangen, die ihnen im Bewegungsablauf naturgegeben, und seiner verhaustierlicht-konditionierten Psyche, sowie seiner Anatomie und Physiologie, entsprechen. Ansonsten würde er sich jedes Mal dem Risiko von lebensgefährlichen Affektbissen- und Abwehrtritten aussetzen.

 

Es wäre wirklich schade, wenn künftige Generationen von staunenden Kindern die klassische Zirkus-Atmosphäre mit Artistik, Clownerie u n d  Tiervorführungen nicht mehr erleben, und auch schnuppern könnten. Denn, was macht das „Kulturgut Zirkus“ aus?  —  Das ist ergänzend zum Theater und Variete´ – die faszinierende  Zusammenarbeit zwischen Mensch und potentiell (noch) gefährlichen Tieren, die nach ihrem bloßen Aussehen- und manchmal angedeuteten Verhalten, (noch)  „Wildtiere“ zu sein scheinen…Es aber nach vorheriger Klarstellung tatsächlich nicht mehr sind!

Jedenfalls ist der „Circus Roncalli“ mit seiner bewunderten Kostüm- und Musikschau, den Jongleuren und der Edelgastronomie vor allem deshalb geschäftlich erfolgreich, weil er die  erheblichen materiellen und finanziellen Aufwendungen für die Haltung der Tiere in seinem Etablissement scheut…Er verdient deshalb aber nicht mehr den Namen „Zirkus“, u.a. auch, weil ihm das große kindliche Publikum fehlt!  Natürlich wird im „Frankfurter Tigerpalast“ niemand die tierischen Namensgeber vermissen, weil er stattdessen ja eine wunderbare Nightclub-Atmosphäre mit Gesang und Tanz findet.

Die aktuelle politische Absicht, bestimmte Tiere in der Zirkushaltung und –vorführung nicht mehr zuzulassen, erübrigt sich nach m.E. absehbar von selbst, als es den kleinen Manegen nach dem „Aussterben“ von einzelnen Exoten gar nicht mehr möglich sein wird, Affen, Elefanten, Rhinos u.a., wieder auf dem Zootier-Markt für viel Geld zu erwerben, resp. zu ersetzen! Deshalb sollten nicht vorschnell amtstierärztliche „Wegnahmen“ auf Betreiben von zirkusfernen Aktivisten erfolgen. Bei Feststellung von konkreten, tatsächlichen Tierschutzmängeln sind diese selbstverständlich durch den verantwortlichen Halter unverzüglich abzustellen.**)

Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (VOR a.D., FTA für Allgemeine, Tier- und Umwelthygiene und E-Helfer Afrika) aus Rostock, Lange Straße 20

 

*) Wildtiere sind nach meiner Definition nur solche Tiere, die völlig unabhängig vom Menschen einen bestimmten Lebensraum mit anderen freilebenden („wilden“) Arten besiedeln, und sich dort selbständig im „struggle for life“ (zit. Ch. Darwin) ernähren und vermehren. Ihr Verhalten ist in keiner Weise, –ausgenommen in der Distanzgewöhnung an wiederholte menschliche Begegnungen, z.B. mit Safaribussen, – von der humanen Abhängigkeit geprägt.

Nachsatz: Meine gutachtliche Stellungnahme wurde der Rostocker Bürgerschaft v o r  ihrer Abstimmung über das Verbot von Zirkussen mit sog. „Wildtieren“ auf städtischem Gelände zur Kenntnis gegeben. Die dominierende Fraktion der Linken, aber auch die der SPD und CDU, haben in großer Mehrheit dem Antrag der Grünen am 2. März 2016 –wie zuvor schon in der Landeshauptstadt Schwerin- kritiklos zugestimmt.

Damit wurde offensichtlich wider das Tierschutz-Gebot, jeden Einzelfall einer Zirkus-Tierhaltung auf die Kardinalkriterien a) (Lebens-)Bedarfsdeckung und b) (Krankheits-) Schadensverhütung vor irgendeinem ideologischen Verbot zu überprüfen, ganz und gar ignorant aus politischen Zeitgeist- Gründen missachtet.

Leider wurde auch die Veröffentlichung meines kritischen Aufsatzes im „Amtstierärztlichen Dienst“ und „Deutschen Tierärzteblatt“ –wahrscheinlich auf Betreiben der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT e.V.) mit nicht nachvollziehbarer Begründung, im März 2016 abgelehnt…

 

**) Die kursiv geschriebenen Bemerkungen im Aufsatz wurden von mir nachträglich hinzugefügt, um einem  ideologischen Tierschutz-Aktionismus –wie er in den kommunalen und Landes-Parlamenten in Sachen „Zirkustier-Verbot“ zu beobachten ist- entgegen zu wirk

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Kontrolle im Circus – Robby geht es gut

http://www.paz-online.de/Peiner-Land/Stadt-Peine/Kontrolle-im-Zirkus-Robby-wird-gut-behandelt

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Aggressionen gegen Zirkusse….

http://www.presseportal.de/pm/103332/3297680

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Leserbrief Jana Lacey-Krone

LESERBRIEF VON JANA LACEY-KRONE IN DER „ZEIT“:

Ihr Artikel „Schluss mit Lustig“ vom 23. März 2016 über die Wildtierhaltung im Zirkus beginnt bereits mit einer Unterstellung. Sie stellen nicht etwa die Frage „Leiden Tiere im Zirkus, ja oder nein?“, sondern Sie setzen es als angebliche Tatsache bereits voraus, dass Tierlehrer Ihren Tieren Leid zufügen. Mit diesem rhetorischen Trick zu Beginn sind die Schlussfolgerungen natürlich klar. Sie fragen also: Kann Unterhaltung ein vernünftiger Grund für Tierleid sein? Diese Frage beantworte ich Ihnen als Tierlehrerin mit einem klaren und deutlichen Nein. Kein verantwortungsvoller Tierlehrer würde seinem Tier Leid zufügen. Er ist vielmehr stets bestrebt, für die bestmöglichen Haltungsbedingungen zu sorgen. Denn nur mit einem geistig wie körperlich gesunden Tier und auf Grundlage eines Vertrauensverhältnisses zwischen Mensch und Tier sind gute Tierdarbietungen im Zirkus möglich. Ich möchte also die Frage näher beleuchten, die Sie in Ihrem Artikel bewusst übersprungen haben. Leiden Tiere im Zirkus? Damit haben sich viele wissenschaftliche Studien beschäftigt. Der Verhaltensforscher Immanuel Birmelin hat beispielsweise anhand von Hormonmessungen untersucht, ob der Transport von Löwen von Stadt zu Stadt erhöhten Stress auslöst. Ergebnis: Die Tiere zeigen keinerlei Anzeichen von Stress. Der amerikanische Zoologe Ted Friend hat sich mit den Auswirkungen des Trainings auf das Wohl der Tiere beschäftigt. Ergebnis: Es fördert ihre psychische und physische Gesundheit. Deutschland ist zudem Vorreiter in Sachen Tierschutz im Zirkus. Von einem Expertengremium erarbeitete und vom Bundeslandwirtschaftsministerium herausgegebene Leitlinien definieren für jede Tierart die Haltungsanforderungen. Großräumige Freigehege und Beschäftigungsmöglichkeiten sind dabei heute Standard. Die Tierhaltung wird an jedem Gastspielort aufs Neue von Amtstierärzten kontrolliert. Mit welcher Begründung traut sich die Autorin Ihres Artikel ein besseres Urteilsvermögen über Tierleid zu als es erfahrene Amtstierärzte an den Tag legen, die etwa dem Circus Krone regelmäßig eine vorbildliche Tierhaltung attestieren? Die moderne Dressur von Zirkustieren beruht auf einem engen wechselseitigen Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier, wovon man sich als Zirkusbesucher jederzeit überzeugen kann. In öffentlichen kommentierten Proben zeigt der Circus Krone der Öffentlichkeit, dass der Lernprozess in der Manege für die Tiere nicht etwa Qual, sondern vielmehr vielseitige Beschäftigung und Förderung ihrer natürlichen geistigen und körperlichen Ressourcen bedeutet. Ich lege dem Leser nahe: Schauen Sie sich die Tierhaltung und -ausbildung mit eigenen Augen an, in den Tierschauen und öffentlichen Proben der Zirkusse. Fragen Sie Tierlehrer, was Sie schon immer über Tiere im Zirkus wissen wollten. Und dann machen Sie sich ein eigenes Bild. – Jana Lacey

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Bundesratsinitiative auf wackligen Beinen

http://www.presseportal.de/pm/103332/3290210

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