Die diesjährigen Jahreshauptversammlungen des VDCU und des Berufsverbandes der Tierlehrer fanden am 24. und 25. Februar im EVITA-Forum in Demen bei Schwerin statt. Mit der Wahl des Veranstaltungsortes im hohen Norden sollte insbesondere Kolleginnen und Kollegen aus dieser Region, die bislang nur selten teilnehmen konnten, ein zusätzlicher Anreiz geboten werden. Gleichwohl zeigte sich erneut, dass auf den harten Kern der Gemeinschaft stets Verlass ist.
Der erste Veranstaltungstag vom VDCU war thematisch breit gefächert. Turnusgemäß standen zunächst Neuwahlen an. Nachdem der geschäftsführende Vorstand mit Frau Andrea Bremer neu besetzt werden konnte, wurde der bisherige Vorstand per Akklamation einstimmig im Amt bestätigt.
Die Herausforderungen für die Circusunternehmen sind vielfältig und wurden intensiv erörtert. Besonders breiten Raum nahmen die Themen GEMA sowie Tiere im Circus ein. Der Tag klang schließlich in geselliger Runde in einem Circuszelt auf dem Gelände aus – begleitet von Musik und kulinarischen Köstlichkeiten unseres Starkochs Manfred Huppertz. Unser Dank an dieser Stelle gilt der Organisation von Ralf Huppertz.
Am zweiten Tag begann die Jahreshauptversammlung des Berufsverbandes der Tierlehrer bereits um 10 Uhr. Als Gäste konnten von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) Frau Dr. Fietz, Herr Dr. Triphaus sowie Herr Dr. Jörg Pfeiffer begrüßt werden.
Nach der Abarbeitung der Tagesordnung hielt Tierpflegemeister Marlon Kröplin vom Elefantenhof Platschow einen Vortrag über Beschäftigung und Pflege von Circustieren. Herr Dr. Triphaus referierte zur Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz, insbesondere zur Antragstellung und zum Nachweis der Sachkunde. Amtstierarzt Dr. Pfeiffer sprach über die tägliche, verhaltensgerechte Beschäftigung mitgeführter „Wildtiere“ im Circus.
In den teils lebhaft geführten Diskussionen brachte sich auch der Gast Robert Scholz ein, ehemals tätig im Karlsruher Zoo und heute beratend für Amtsveterinäre aktiv. Mit seiner Erfahrung konnte er manche Aspekte einordnen und relativieren.
Die Tierlehrer sehen sich nun verstärkt in der Pflicht, ihre Arbeit mit den Tieren noch transparenter darzustellen – insbesondere im Hinblick darauf, wie Trainings- und Haltungsabläufe den natürlichen Verhaltensweisen in freier Wildbahn Rechnung tragen. Gemeinsam mit der TVT soll ein Positionspapier erarbeitet werden, das den gesetzgebenden Stellen zugeleitet wird. Hintergrund ist, dass weiterhin an neuen Verordnungen und Regelungen gearbeitet wird.
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